Diese Seite wurde am 14.09.06 um 13:31 Uhr von Dieter bearbeitet.

Gartengeplauder

 

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Wir haben uns 1997 einen Schrebergarten in der Nähe unserer Wohnung gekauft. Er liegt im Gebiet des Kleingartenvereins "Zur Grünen Insel e.V." in Bremen.  Für einen relativ geringen finanziellen Einsatz bekamen wir ein Steinhaus auf etwa 400 m2 Pachtland. Natürlich wurden uns die strengen Regeln und Gesetze der deutschen Schrebergärtner ausgehändigt und ein paar gute Tipps gegeben. Dann ließ man uns auf dem verwilderten Gelände allein. Wir haben in unserem enthusiastischen Eifer versucht, innerhalb weniger Wochen den Garten vollkommen umzugestalten. Dazu gehörte nicht nur, dass das erforderliche "Grabeland" angelegt werden musste, auch mehr als 25 Eiben, einem 4-Meter-Taxus, einem 5 Meter-Krüppelwacholder, diversen verwilderten Weißnichwas und 'zig anderen Pflanzen wurde der Garaus gemacht - inklusive der weitreichenden Wurzeln natürlich. Weiterhin verschönten wir unsere Parzelle mit einer Terrasse, einer Pergula, einem Beet hier, einer Staude dort, einem Schuppen unter dem Dachvorsprung, einem.... Ideen gibt es genug und selbst heute ist ein Ende nicht abzusehen. 

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Meine Frau Monika ist mit einem Kleingarten aufgewachsen, ich hingegen hatte zeitlebens damit eher wenig am Hut. Mein Verständnis für Pflanzen war zudem auch nur soweit ausgeprägt, dass ich Rosen von Tulpen nur schwer unterscheiden konnte; perfekt war lediglich der Einkauf von Pflanzen im Blumengeschäft. Darum einigten wir uns darauf, dass alles Grüne in ihr Ressort fällt, ich hingegen für die handwerklichen Tätigkeiten zuständig bin. Grillen, Abwaschen, Sonnen etc. würden wir dann zusammen machen.... Und bei den wirklich wichtigen Dingen im Leben eines Kleingärtners, beispielsweise dem Ernten und Verköstigen von Him-, Brom- und Erdbeeren, werden wir von unseren Söhnen tatkräftig und vollkommen uneigennützig unterstützt. Im Gegenzug dürfen sie hin und wieder den Garten mit ihren Freunden und/oder Freundinnen benutzen; zu dieser Zeit sind wir dort als Eltern natürlich nicht so gerne gesehen...

In den letzten Jahren habe ich Gefallen an unserem Schrebergarten gefunden. Wenn man mal gerade nicht die Scholle bricht, kein Unkraut zupft und auch den Schnecken im ewigen Kleingärtnerkampf um die Saat nicht ihr schleimiges Leben ausdrückt, dann kann man in der schönen Natur recht annehmlich seine Freizeit verbringen. So nutze ich an schönen Tagen den Garten auch, um - zum Beispiel - diese Worte auf die Festplatte meines Laptop zu transferieren....

Was mir immer wieder Freude bereitet und mir nicht selten ein Schmunzeln entlockt, ist der unabwendbare Schnack über den Gartenzaun. Hierbei erhält man oft einen interessanten Hinweis aus dem unerschöpflichen Topf der guten Ratschläge zum Umgang mit dem Garten, Pflanzen und den anderen Nachbarn.

Einige dieser Tipps, Anekdoten, Ratschläge und Gespräche möchte ich nach und nach in dieser Abteilung zum Besten geben.

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